Auf der Mahnwachen- und der Jungle-Wiese hinter dem Hügel wurden im Frühjahr junge Obstbäume gepflanzt. Diese waren containert, meint: vom Kompost gerettet. Denn der Versandhandel hat sie entsorgt, da es „zu spät im Jahr“ war, diese zu Pflanzen. Pünktlich zu den ersten wärmeren Tagen wurde mit der Sichel gearbeitet und gesät und gepflanzt. Natürlich alles nur mit Händen und Werkzeug – ohne die großen Maschinen, die sämtliche oberen Bodenschichten zusammenstauchen. Und nur mit Saatgut von Pflanzen, die sich in unserer Region oder zumindest in unseren Breiten sowieso heimisch fühlen.

Regenerative Landwirtschaft ist nicht gleich nachhaltig. Nachhaltiges Wirtschaften will nur die Schwächen herausfiltern. Regenerativ ist noch mehr, will die biologischen Kreisläufe sogar stärken. Monokulturen tun übrigens das Gegenteil. Sie laugen den Boden mittelfristig aus, entziehen ihm so viel Energie wie möglich.

Wer sich längere Zeit mit dem Boden vor der Haustür beschäftigt, kann die Bedürfnisse der Tiere, Pflanzen, Pilze und des Humus beobachten und nachvollziehen lernen. Natürlich auf längere Sicht betrachtet, über mehrere Jahreszeitenwechsel hinaus. Schon jetzt werden sogar hier in den mitteleuropäischen Breiten Jahreszeiten immer wankelmütiger.

Am Danni ist das Wetter „traditionell“ wechselhaft, regnerisch, windig bis stürmisch und der Boden ist (noch) ziemlich feucht. Die Zerstörungen des Humus und Verschmutzungen des Trinkwassers sollen uns nicht das große Potenzial unserer Flächen und der Natur aufgeben lassen.

Eine spezielle Methode, oder vielleicht eher ein Prinzip der genauen Beobachtung und Nachahmung natürlicher Prozesse ist die Permakultur. Der Fokus liegt auf den Wechselwirkungen der Natur. Lebenserhaltende Maßnahmen für unseren Planeten sind gefragt, auch wenn wir da klein anfangen müssen. Es geht hier um nicht weniger als Zukunftsfähigkeit.